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Der Abend begann eigentlich ganz nett. Mein Schatz hatte eine Veranstaltung und ich überlegte, was man so feines anstellen könnte. Schön einen rauchen und dann baden, das war meine Lieblingsidee. Da fehlte nur noch eine Kleinigkeit: was Schönes zum rauchen. Also telefoniert, was klargemacht und ab ins Auto. Bei dem Typen war mal wieder kein Parkplatz. Aber am Ende der Straße ein Penny-Markt, es war halb 9 und der Parkplatz war noch offen. Also, logischer Gedankenschluß, daß das wohl auch so bleibt. Gefreut über ne Abstellmöglichkeit für mein geliebtes Vehikel und rauf und eingekauft. Da hab ich dann noch jemanden getroffen, der gerne mitfahren wollte. Also zurück zum Auto. Da hab ich dann schon von weitem gesehen, daß das ne üble Falle war, der Parkplatz war zu. Und mein Auto natürlich auf der falschen Seite der Schranke. SCHEISSE! Bei Penny geklopft, keiner da. Weitere Versuche, einen Schlüssel für die Schranke zu finden in der Nachbarschaft. Fehlanzeige. Nach Umrundung des Parkplatzes haben wir überlegt, daß wir das Auto hintenrum runterkriegen könnten. Der Parkplatz ging hinter dem Penny nämlich weiter, und war breiter als das Gebäude, so daß man vom Parkplatz auf einen Rasenstreifen zur Straße hätte fahren können. Allerdings bräuchten wir dafür eine Rampe, da es da ein ganzes Stück weit runterging. Naja, und durchs Gebüsch mußte ich fahren, aber das war ja das kleinere Problem. Aber woher kriegt man gegen 9 Uhr abends an der anderen Seite der Stadt stabiles Holz her, um ne Rampe zu bauen? Wir hatten Glück und fanden zwei stabile Platten, die irgendwann mal ein Tisch oder ein Bett waren. Haben selbige dann zum Auto geschleppt und an die Kante drangestellt. Die Bretter hatten allerdings noch so etwas wie Füße untendran, und eines hatte oben eine Kante ähnlich einem Kopfende vom Bett. Das sollte sich wenige Minuten später als weitere Falle erweisen. Erstmal sah das ganze ziemlich gut aus, und stabil war es auch, das haben wir getestet, also schnell das Auto her und nichts wie weg. Anfangs sah das auch sehr vielversprechend aus, allerdings auf der Hälfte der Strecke ging nichts mehr, ich hing im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft. Das linke Hinterrad lag noch leicht auf dem Parkplatz, das rechte hing in der Luft, rechts vorne lag das Rad auf dem Boden, wie es sich gehört und links vorne hing es fast in der Luft. Kein Vor-, kein Zurückbewegen war möglich, nicht mal Schieben. Nach langem Versuchen haben wir zwei meinen Verkäufer (Dealer) angerufen, ob er auch noch helfen kann. Langsam aber sicher machten sich meine zwei Helfer große Sorgen, daß einer der Nachbarn die Polizei rufen könne, ich hab allerdings daran keinen Gedanken verschwendet, meine einzige Sorge war mein Auto. Daß dem bloß nix passiert und nix kaputt geht... Endlich hatten wir dann auch den Dreh raus, nachdem alles Werkzeug nu neben dem Auto verteilt war, und der Wagenheber (gedankt meiner Oma, daß der drin war!!!) an der richtigen Stelle saß (Versuch Nummer 2), konnten wir endlich das verkantete Teil rausziehen. Dieses blöde Brett, mit seinen unfaßbar stabilen Füßen, hatte sich ganz gemein unter dem Bodenblech verkantet. Daher auch kein Fortkommen, da brauchte auch Schieben nichts. Aber schlußendlich klappte das; der Wagenheber hatte genug Platz geschaffen, wir konnten das Holzteil rausziehen. Naja, da gab es noch ein kleineres Problem...: der linke Hinterreifen befand sich noch etwa 40 cm höher als der Rest des Wagens... und da war noch die Kante, dummerweise genau auf Höhe des Endtopfes vom Auspuff. Der linke Reifen befand sich irgendwo zwischen dem Parkplatz und dem Boden... Nun ja, wir hielten also zu zweit das Auto hinten hoch, um es dann mit (hoffentlich) so viel Schwung nach vorne zu schieben, daß es unbeschadet herunterkommt. Das klappte wohl auch tatsächlich, aber jetzt schon nach Hause fahren zu können, wäre ja zu einfach gewesen. Wie eben erwähnt, mußte ich noch durch einen halben Strauch fahren, in den ich mein Auto schon unglaublich unpraktisch hineinmanövriert hatte. So unpraktisch, daß ich mich, als ich mich festgefahren hatte, zum Fenster rausbewegen mußte, da sich die Fahrertür leider nicht öffnen ließ. Nun von zwei Leuten tatkräftig unterstützt (Fahr mal zurück! Einschlagen, rechts! Wieder vor!...) befreite ich mich aus dem Gestrüpp, die beiden Jungs hatten sich fast unmerklich Richtung Straße bewegt, um mir dann dort weiterzuhelfen. Das war auch ihr Glück, denn als ich grade über den Rasen zur Straße fahren wollte, warf ich noch einen Blick in den Rückspiegel (Scheiß-Reflexe) und sah zwei Taschenlampen auf mich zurennen. Noch ehe ich überlegen konnte, brüllten mich die Träger derselben an: POLIZEI!!! Und als ich aus dem noch geöffneten Seitenfenster guckte, hatte ich freie Sicht auf zwei Pistolenläufe. Ich konnte erkennen, daß die Waffen entsichert waren. Hmm... was tun... erstmal Hände sichtbar erheben, linke Hand, weils so praktisch ist, aus dem Fenster raus. Vorsichtige Frage: "Darf ich aussteigen?" Ok, Gefahr gebannt, nachdem ich den netten Leuten klargemacht hatte, daß es sich bei der Karre tatsächlich um mein Eigentum handelt. Netter Hinweis, daß ich das nächste Mal doch besser selber anrufen solle, ehe das irgendwelche unnützen "Zeugen" tun. Und der kleine Hinweis, daß sie mir vielleicht auch hätten helfen können, z.B. indem sie denjenigen auftreiben, der mit dem Schlüssel anrückt. Wenn ich gewußt hätte, daß das so einfach sein kann, hätte ich das glatt getan. "Rest in Pieces!"
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