Eine Dankrede an die Morddroher

Ich dachte an nix Böses, als plötzlich die Bull.. Polizei vor meiner Tür stand, begleitet von einem Haufen dunkel gekleideter Typen.
Mein blitzschnelles Gehirn überlegte sich sofort eine Ausrede für jede Straftat, die ich in dieser Woche begangen hatte, und ich wollte gerade loslegen, als einer der Polizisten sagte: "Sie haben eine Morddrohung erhalten." - "Das ist normal, das passiert mir öfters." - "In Ihrer heutigen Post..." Plötzlich wurde ich wütend: "Wie kommen Sie dazu, meine persönlichen Briefe aufzureißen?!" Doch die Antwort lautete: "Äh, nein, die Morddrohung wurde auf einer Postkarte verschickt."
Ich überlegte. So doof konnte wirklich nur einer sein, nämlich Herr Ratonie R. Ich sah mir die Karte an und hatte richtig getippt; Herr Ratonie R. hatte sich außerdem mit dem Teufel verbündet. "Frau L, Sie bekommen von uns einen Personenschutz zur Verfügung gestellt!" Erst wollte ich ablehnen, denn Herrn Ratonie R. und den Teufel kann man mit einer Fliegenklatsche einschüchtern, doch als ich mir die Bodyguards ansah, willigte ich ein.
Jetzt geht es mir richtig gut. Sie guarden nicht nur meinen Body (lechz, gier, sabber!), sondern geh'n auch für mich einkaufen, bringen den Müll raus und tippen meine Artikel ein. Ich brauch keinen Finger mehr zu rühren. Geil!
Herr Ratonie R., ich danke dir! Der Teufel, ich danke dir!

(Anm. d. Tippers: "Irgendwie komme ich mir in jeglicher Hinsicht mißbraucht vor...")

S.L.

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